Gesellschaftlicher Notfall – Eine alte Familie wurde gewaltsam aus ihrer Wohnung entfernt – Erledigt

 

Der humanitäre Fall dieser Familie ist einer der schrecklichsten, den wir in diesem Bereich gefunden haben. Familie Codreanu war aus der eigenen Wohnung behördlich entfernt worden. Eine Frau hat sie gebeten, die Unterlagen des Hauses zu sehen, hat diese vor den Augen der Familie zerrissen, anschliessend schlug sie sie und brachte sie auch noch vor Gericht. Das Gericht gab der Frau Recht, und die Beiden wurden durch einen Gerichtsvollzieher und einen Polizisten aus ihrem Haus entfernt. In den nächsten Zeilen werden wir den Buchstaben A für den Namen der Person verwenden, die in dieses Unrecht impliziert war. Die unten aufgeführten Erzählungen wurden uns von Familie Codreanu und ihren Nachbarn berichtet.

Vor langer Zeit kaufte Familie Codreanu ein Haus und ein Grundstück von Familie A in einer Wohnsiedlung, die sich jetzt in der Nähe der Verbindungsstraße zwischen Deva und Oradea befindet. Der Verkauf wurde damals durch einen handschriftlichen Akt besiegelt. Nach 25 Jahren, die sie in diesem Haus gelebt hatten, kam im Jahr 2001 die Tochter der Familie A zu ihnen, die nunmehr schon 70 Jahre alt waren. Die Tochter verlangte von der Familie die Akten über den Verkauf, der damals seitens ihrer Eltern durchgeführt worden war. Als sie das Dokument erhielt, zerriss sie es nach den Aussagen der Familie Codreanu, anschliessend schlug sie die alten Leute auch noch. Unmittelbar danach reichte die Tochter A Klage gegen die Familie ein und forderte das Besitzrecht auf das Haus inkl. Gelände (die ursprünglich ihrer, inzwischen verstorbenen Familie, gehört hatten). Die Familie Codreanu hatte nur eine Tochter die jedoch in der Zwischenzeit verstorben war, letztendlich sind sie ganz normale Menschen ohne größere finanzielle Möglichkeiten, ohne Beziehungen, die ihr ganzes Vermögen aufwendeten, um das Recht auf ihr Haus nicht zu verlieren. Mit Hilfe einiger Personen aus der rumänischen Justiz (A ist eine Person mit Beziehungen, Geld und Einfluß) gewann die Tochter das Haus auf juristischem Wege zurück, so daß die Familie Codreanu mit all ihrem Hab und Gut aus der eigenen Wohnung evakuiert werden sollte. Letztendlich wurde dies mit Hilfe eines Gerichtsvollziehers und der Polizei gewaltsam durchgeführt. Die Familie Codreanu fand sich so innerhalb sehr kurzer Zeit auf der Straße wieder, und das mit allem, wofür sie ein Leben lang gearbeitet  hatten. Seit 2004 lebt die Familie in einer ehemaligen Schule und Gemeindezentrum.

Als wir mit ihnen sprachen, merkten wir, daß sie psychisch sehr unter dem erfahrenen Unrecht litten. Theodore Codreanu kam immer wieder zum selben Thema zurück: wie ihnen das Haus gestohlen wurde. Er bat uns unter Tränen, jemanden zu verständigen, so daß endlich Gerechtigkeit geschaffen würde. Der Schmerz wurde noch größer, als die Stadtverwaltung sie vom Stromnetz trennte, sie nur noch eine Gaslampe hatten, und seit einiger Zeit dazu auch noch damit bedroht wurden auch aus der alten Schule entfernt zu werden. In den Bildern sieht man das Haus, das ihnen mit Hilfe der rumänischen Justiz gestohlen wurde. Es wurde seitdem schon einige Male weiterverkauft,  jetzt gehört es einem Deutschen, der es lediglich zu Urlaubszwecken nutzt.

Als wir zu dieser Familie kamen, lebten sie im ehemaligen Büro der Lehrer, einem Raum von 3 x 3 Metern Größe, mit rauchigen schwarzen Wänden, da der Ofen mehr Rauch als Wärme produzierte. Als wir das Zimmer betraten, sahen wir neben dem schwarzen Rauch und rissigen Wänden auch einen Tisch, ein Bett und den alten Ofen. Unsere  Freiwilligen haben die Wände vom Rauch gesäubert, haben die Löcher in den Wänden aufgefüllt und die Wände anschliessend weiß getüncht, auch wurde ein neuer Ofen für diese Familie gekauft.
Für weitere Informationen können Sie uns unter der Email-Adresse  info@hoffnungfuermorgen.ch oder telefonisch unter +41 43 537 17 99 kontaktieren.

 

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